Webstube
Der Frauenverein führt im Wohnhaus Vogtei auch eine Webstube.
Sie wird betreut von:
Frau Helene Neidhart
Tel. 044 915 23 13
Auch Kinder haben schon in der Webstube geschnuppert.
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Kürzlich ist in der NZZ folgender Bericht über die Webstube erschienen.
Baumwolle, Seide, Leinen, Kaschmir, Papiergarn oder Hanf - in der Webstube des Frauenvereins Herrliberg werden allerlei Materialien in geduldiger Handarbeit zu dichten Stoffen verwoben. Das Resultat lässt sich sehen: Stossweise präsentiert Helene Neidhart wunderschöne farbenfrohe Teppiche, Geschirrtücher, Kissenanzüge, Chlüpplisäcke, Tischsets, Tischläufer und Schals, die an kalten Wintertagen für wohlig warme Hälse sorgen. Helene Neidhart hält die Fäden in der Webstube in der Hand, sie gibt bei Bedarf Webkurse und motiviert die anderen Frauen, ihre Kreativität auszuleben, phantasievoll zu sein und mit Mustern und Farben zu spielen.
Die Webstube des Herrliberger Frauenvereins befindet sich in der Vogtei, einem stattlichen Anwesen mitten in der Gemeinde mit Ausblick auf den Zürichsee und die Berge. Die Webstube ist in zwei Räumen mit knarrenden Holzböden untergebracht. Das Herzstück bilden fünf Webstühle, an denen jeweils verschiedene Frauen tu unterschiedlichen Zeiten an der Arbeit sind. Für die 15 bis 20 aktiven Weberinnen, die zur Kerngruppe gehören, ist die Webstube jederzeit zugänglich. Hie und da kommen Kindergärtler oder Schüler vorbei, um sich vorführen zu lassen, wie aus vielen Garnen ein einziger Stoff wird. Weben sei zeitaufwendig, bestätigt Helene Neidhart, die seit vielen Jahren von diesem alten Handwerk begeistert ist. Sie erinnert daran, dass es allein schon einige Stunden dauert, bis der Webstuhl eingerichtet ist und alle Fäden gespannt sind. Diese Arbeit erledige man am besten zu zweit und überhaupt findet sie, der gesellschaftliche Aspekt sei nicht ganz nebensächlich. In der Webstube finde ein lebhafter Austausch statt zwischen den unterschiedlichsten Frauen, die dasselbe Hobby ausübten. Es gebe allerdings auch Ausnahmen: "Wenn man sich ein sehr kompliziertes Muster vorgenommen hat, das die ganze Konzentration gefordert, ist man gerne einmal alleine.
Die Herrliberger Frauen weben für den Eigengebrauch, wenn zum Beispiel die Küchentücher langsam löchrig geworden sind. Sie verkaufen ihre Textilien aber auch zugunsten wohltätiger Zwecke.

